Die Aufklärung des Mordes an einem älteren Herrn wird der neuen, noch jungen Kommissarin Wyss übertragen. Sie ist neu im Kommissariat Basel und wird von einem älteren Kollegen, der in den Ruhestand geht, eingearbeitet und unterstützt.
Der Fall ist doch komplexer als es zuerst den Anschein hat. Gegen die am Anfang verdächtigen Personen erhärtet sich der Verdacht nicht. Der Kreis der Ermittlungen muss erweitert werden. Die Spannung wird hoch gehalten , bzw. steigt jeweils an.
Komplex ist auch das Umfeld der jungen Kommissarin und die Nebenhandlungen, die beleuchtet werden. Ihr privates Umfeld und ihre Beziehung spielen ebenfalls hinein. Weiterer Hintergrund ist der Diebstahl eines wertvollen Oldtimers des Opfers. Zum Oldtimer werden auch die historischen Hintergründe beleuchtet.
Teilweise wurden sehr viele Personen involviert und deren Hintergrund/Story beschrieben. Das machte es manchmal nicht so leicht, den Überblick zu behalten.
Die Lokalitäten in Basel sind ebenfalls sehr stimmig beschrieben. Jemand, der die Stadt kennt, kann sich die Orte vorstellen.
Gegen Ende des Buches ist die Spannung sehr hoch, zumal auf die Kommissarin auch Mordanschläge verübt werden. Das Ermittlerduo (Frau Wyss und Herr Leuenberger) machen einen guten Job zusammen, sind ein gutes Team. Am Schluss ist die Auflösung des Falles sehr zügig. Wyss hatte den richtigen Ansatz!
Schön finde ich auch die gute Teamarbeit zwischen Wyss und Leuenberger. Anfangs fühlt sich Wyss meiner Meinung nach etwas gehemmt, die Führung zu übernehmen, da sie neu und jung ist. Später beweist sie jedoch durch ihr tatkräftiges Verhalten und Ermitteln, dass sie die richtige Besetzung für diese Stelle ist.
Offen bleibt, wie es privat bei Wyss weitergeht und ob es allenfalls Fortsetzungen mit Kommissarin Wyss geben könnte. Ein Fortsetzung würd mich persönlich sehr ansprechen und ich würde diese sofort lesen.
Ein spannender Krimi, spannender, flüssiger Schreibstil, sehr zu empfehlen. Da der Krimi im Sommer spielt, ist er für mich ein richtiges Sommerbuch.