Quasi schwänzt die Schule, weil sie von allen klein gehalten und verachtet wird und versteckt sich im Park. Dann kommt ein Alter, etwas verwahrloster, beginnt sie regelmässig in ihrem Versteck zu besuchen, erzählt von Vögeln und schreckt immer wieder erstaunt zurück. Nichts passiert, ausser dass sie reden, phantasieren, picknicken. Doch nach Monaten werden sie entdeckt, und jetzt ist alles plötzlich falsch: was als Unterton und Befürchtung die ganze Zeit mitschwang, wird jetzt von aussen behauptet: «Wie bei gefüllten Truthähnen, … Erst schneiden sie sie auf und nehmen alles raus, und dann stopfen sie rein, was sie für richtig und gut halten» (138). Und Quasi’s Tagebuchnotizen und Phantasien werden für bare Münze genommen.
Ein nachdenklich machendes Buch über Vorurteile, gemachte Meinungen und Stereotype, aber auch über die Hilflosigkeit einer jungen Frau, die mit niemandem im Vertrauen reden kann, die nicht zurückgeblieben ist, sondern zurückgelassen wird. Brillant, doppelbödig und feinfühlig geschrieben.