In “Der Gott des Waldes” entfaltet Liz Moore eine vielschichtige Geschichte über ein rätselhaftes Verschwinden, familiäre Abgründe und die düstere Stimmung eines scheinbar endlosen Waldes. Im Zentrum stehen zwei verschwundene Kinder und ein Ermittler, der sich durch die Nebel der Vergangenheit kämpft. Die Handlung spielt über Jahrzehnte hinweg und verwebt verschiedene Perspektiven und Zeitebenen miteinander.
Für mich war der Einstieg ins Buch zäh. Obwohl mich die zahlreichen positiven Rezensionen motiviert haben, dranzubleiben, konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich packen. Die rund 600 Seiten lasen sich für mich mühsam, und erst im letzten Drittel empfand ich etwas Spannung. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel haben mich eher verwirrt als fasziniert. Ich hatte Mühe, den Überblick zu behalten und mich auf die Figuren einzulassen.
In Erinnerung geblieben ist mir vor allem die Mutter der verschwundenen Kinder. Ihr trauriges Leben, geprägt von Lügen, Verlust und Isolation, hat mich am meisten berührt.
Insgesamt war das Buch schlicht nicht meins. Ich kann mir aber vorstellen, dass Leser, die komplexe Erzählstrukturen mit Zeitsprüngen und multiplen Perspektiven mögen, hier eher auf ihre Kosten kommen.