“Es war unvorhersehbar. Die Natur hat uns übel mitgespielt. Es gab nicht die geringsten Andeutungen. Kein Mensch konnte so etwas erwarten.”
Diesem Roman liegt die Katastrophe vom 30. August 1965 vor (in der Zeit der Wachstumseuphorie), als sich in den Walliser Alpen vom Allalin-Gletscher zwei Millionen Kubikmeter Eis und Geröll lösten und die Baracken der Arbeiter am Mattmark-Stausee verschüttete. Zwei Frauen und 86 Männer, vorwiegend aus Italien, fanden unter dem Geröllmassen den Tod. Die
Ein Thema das, wie es in Blatten und Brienz zu sehen ist, wieder die Menschen beschäftigt. Zum Glück gibt es heute Frühwarnsysteme, damit das Schlimmste verhindert werden kann. Im Roman selber gibt es die Bauherren, welche der Natur weniger Acht geben oder sie nicht lesen können und die Einheimischen, welche immer wieder auf die Unberechenbarkeit der Natur eingehen.
Nun zum Roman selber: Er spielt in mehreren Zeitebenen. Stellenweise spricht der fiktive Bauingenieur Hilfiger, direkt zu seinem Freund Mario, der einer der Toten ist. Durch diese Einschübe und die verschiedenen Zeitebenen ist es nicht immer ganz leicht der Geschichte zu folgen. Bis es zur Katastrophe kommt, zieht sich die Geschichte recht hin und ist mässig spannend. Die Katastrophe und der Prozess danach wird recht zügig abgehandelt. Ein interessantes und aktuelles Thema, aber doch hat mich der Roman nicht gepackt.