Wenn ich nicht Teil der Leserunde auf Lovelybooks wäre, dann hätte ich dieses Buch nicht beendet.
Der Klappentext verspricht the Hunger Games Vibes. Vergleichen würde ich dieses Buch allerdings eher mit dem Reich der Sieben Höfe. (was kein Kompliment ist) Es hat sich nämlich wie eine Kopie davon (und underen ähnlichen Büchern) angefühlt.
Weder der Plot noch die Charaktere haben Sinn ergeben.
Die Charaktere hatten überhaupt keine Persönlichkeit und vielfältig waren sie auch nicht wirklich.
Isla einfach nur langweilig. Ihr einziger Charakterfehler war, dass sie einfach allen vertraut hat, obwohl ihr angeblich seit ihrer Geburt eingebläut wurde genau das nicht zu tun.
Grim sollte mysteriös und das Love Interest sein, hat aber absolut nichts getan ausser Isla einen Spitznamen zu geben.
Oro, der König der alles für sein Volk tun würde und dessen einziger Charakterzug es ist bald zu sterben, war beim Ursprung des Problems dabei und sucht trotzdem 500 Jahre nach einer Lösung.
Celeste’s Motivation war einfach nur nicht vorhanden.
Cleo sollte die Böse sein; die, der man nicht vertrauen kann. Offensichtlicher geht es ja wohl nicht. Und trotzdem war sie die Hälfte der Zeit verschwunden.
Und Azul? Der kam so selten vor, dass ich seinen Namen nachschauen musste, nur um diese Rezension zu schreiben.
Der Plot war genau so wenig vorhanden wie die Charaktereigenschaften der Protagonist*innen. Es hat sich beim Lesen so angefühlt als wären einfach wahllos Plot Elemente (denen es ausserdem an Originalität fehlte) zusammengefügt worden, um die 100 Tage zu füllen, in denen das Buch spielt und die “Plot-twists” waren alles andere als überraschend. Das Lügen und Betrügen, um zu Überleben, das der Klappentext verspricht, konnte ich nirgends in dem Buch entdecken. Spätestens nach der Hälfte des Hörbuches habe ich mir nur noch gewünscht, es möge endlich vorbei sein, weil es einfach nur langweilig war.
Nina Reithmeier, die das Hörbuch liest, hat dennoch ganze Arbeit geleistet. Ihr zuzuhören war ganz leicht.
Übersetzt wurde das Buch von Michaela Kolodziejcok
Was mich am Meisten stört ist, dass dieses Buch an Mädchen vermarktet wird und einfach unrealistische Standards im Bezug auf Liebe und Erscheinungsbild setzt. Dieses Buch wird seiner Vorbildfunktion nicht gerecht und wer plant Lightlark zu verschenken, sollte besser noch einmal darüber nachdenken.
Und obwohl ich dankbar dafür bin, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte, so kann ich dem Buch doch nur 1 von 5 Sternen geben.