Natürlich meinen Lieblings - Gentleman - Detektiv Sebastian St Cry Viscount Devlin ! Ein übel zugerichteter Junge soll auf einen alten Industriegelände verscharrt werden, doch der Täter wird gestört, der Leichnam geborgen. Die Obrigkeit tut den Fall als Unfall ab. Einer der Constabler will das nicht gelten lassen und bringt den Leichnam zu einem Arzt, einem sehr engen Freund von Devlin. So beginnt eine Verbrecherjagd, die ein dunkles Kapitel der damaligen Gesellschaft beleuchtet . Tausende minderjährige Kinder leben auf der Straße , um die sich niemand kümmert. Sie leben von Gelegenheitsarbeiten, Diebstahl und Prostitution. Wenn eines davon spurlos verschwindet, interessiert es keinen. Doch Devlin will das nicht hinnehmen und er sucht geradezu verzweifelt nach dem Schuldigen, um den namenlose Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Die Spur führt in ein spezielles Hurenhaus, das gegen viel Geld dunkle Gelüste befriedigt. Das können sich nur Reiche leisten und Devlin wird klar, der Täter muss zur Oberschicht gehören. Bei seinen Nachforschungen fallen immer wieder die selben Namen, die Devlin nur zu gut kennt. Zur Rechenschaft ziehen kann er sie nicht, denn sie haben alle Alibis , auch für weitere Morde, die geschehen. Dann wird ein Mordanschlag auf Devlin verübt und der Täter scheint nun einen persönlichen Rachefeldzug gegen ihn zu führen. Zu diesem Zweck sucht er sich seine Opfer in Devlins persönlichem Umfeld.
Der Fall hat mich, wie auch Devlin, sehr berührt. Allein schon die Lebensumstände der Kinder sind eine Katastrophe und eine Schande für jede zivilisierte Gesellschaft. Dass sie zudem Freiwild für die Reichen und Mächtigen sind, ist kaum zu ertragen. Mich hat die Arroganz und Kaltschnäuzigkeit der möglichen Täter mit Abscheu erfüllt, offenbart es das Fehlen jeder Moral. Selbst als der Täter festzustehen scheint, schützt ihn sein Ansehen, sein Geld und seine Macht. Ich konnte Devlins ohnmächtige Wut sehr gut verstehen . Das Ende konnte mich nur zum Teil zufrieden stellen. Das lag nicht an der fesselnden und emotionalen Handlung, die mich in Atem gehalten hat, sondern daran, dass die Gerechtigkeit nur einen Teilsieg errungen hat.