Boris möchte eine Pause. Nach 30 Jahren Ehe. Die Pause spricht Französisch und ist viele Jahre jünger. Mia, eine Literaturprofessorin, ist die Erzählerin ihrer Geschichte. In der Klinik erfährt sie, was eine vorübergehende Psychose ist, und als sie diese überstanden hat, fährt sie in die Heimatstadt ihrer Mutter. Auch sie braucht eine Pause von ihrem Leben, von der Uni.
Ihre Mutter, deren Freundinnen aus der Altersresidenz, eine literarische Brieffreundschaft, die telefonischen Therapiegespräche, die Mädchen ihres Literatur-Sommerkurses, deren Mütter und sie selbst bilden den Hintergrund für Mias Gedankenwelt, in der es um Frauen, Männer, Geschlechterrollen, Mobbing, Freundschaft und Erwartungen geht. Auch ihre Tochter spielt eine wesentliche Rolle. Das Buch ist poetisch, geistreich, direkt, leicht und humorvoll. Mein erstes Buch der Autorin Siri Hustvedt. Nicht mein letztes. Die Gedanken der Protagonistin sind philosophisch, politisch und persönlich. Mia wächst mit dieser Pause und nach einer Reihe Gespräche mit ihrer Psychotherapeutin bemerkt sie, dass sie sich wieder amüsiert und das ganz ohne Boris.