Der dunkle Sommer hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Der Spannungsbogen war durchgehend präsent – es gab keine Längen, stattdessen eine konstante Spannung, die mich beim Lesen nicht losgelassen hat.
Besonders gelungen fand ich den Aufbau der Geschichte über mehrere Zeitebenen. Die Rückblicke waren nahtlos und stimmig in die Gegenwartshandlung eingeflochten. Dadurch entstand ein vielschichtiges Bild, das die Vergangenheit lebendig werden liess und die Geschehnisse im Jetzt umso fesselnder machte.
Auch die Figuren waren sehr gut ausgearbeitet – jede für sich war interessant, glaubwürdig und hatte Tiefe. Ob Tilda, Enzo oder Franca – jede Perspektive brachte neue Facetten in die Geschichte ein, sodass ich mich als Leserin immer wieder neu mit den Charakteren auseinandersetzen wollte.
Vera Buck hat mit diesem Roman ihr schriftstellerisches Können bewiesen. Stilistisch stark, atmosphärisch dicht und erzählerisch klug konstruiert – Der dunkle Sommer ist ein rundum gelungenes Werk, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.