Das Buch zieht uns Lesende mit seiner direkten „Du“-Form sofort in den Bann. Es begleitet eine junge Frau durch ihr Erwachsenwerden – von Universität und Partys über Liebschaften, Diagnosen, Besuche bei Ärzt*innen bis hin zu Freundschaften und deren Zerbrüchen. Ein ständiges Auf und Ab, das die Höhen und Tiefen des Lebens eindrucksvoll widerspiegelt. Ein Buch, wie eine Erinnerung: nah und unverfälscht.
Besonders hervorzuheben ist die schonungslose Offenheit, mit der die Autorin Themen beleuchtet, die in der Literatur meist tabuisiert, marginalisiert oder negativ konnotiert sind: weibliche Lust, Endometriose und der oft lange Weg bis zur Diagnose und wie das zusammenhängt.
Die Beschreibung körperlicher Schmerzen und psychischer Belastungen ist eindringlich und realitätsnah – sie verleiht der Erzählung Tiefe und schafft Bewusstsein für eine Erfahrung, die viele betrifft, aber selten Gehör findet.
Ein schnelllebiges und doch intensives Buch.