Mainstream-Pop-Literatur vom Feinsten! Joël Dickers Romane sind beste Unterhaltung und warten immer mit ungeahnten Wendungen auf. Auch sein neuster Roman “Ein ungezähmtes Tier” bleibt mitreissend bis zum Schluss, da man erst am Ende die ganze Reichweite der Geschichte erfährt.
Wir begleiten zwei ganz unterschiedliche Familien, die 15 Autominuten von Genf entfernt in einem noblen Vorort leben. Da sind einerseits Karine und Greg, die mit ihren zwei Jungs in einer neuen Überbauung wohnen, die von allen nur abwerten “die Warze” genannt wird. Und Sophie und Arpad Braun, die mit ihren zwei Kindern in einem schicken Haus mit Glasfront zum Wald hin wohnhaft sind. Alles an ihnen strahlt Luxus und Stil aus. Seit Arpad Karine und Greg zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen hat, sind beide ganz verzaubert von Sophie. Greg ist fasziniert von ihrer Schönheit und Karine möchte sie unbedingt als Freundin, um etwas von ihrem Glanz abzubekommen. Und dann, einige Wochen später, findet in einem Genfer Juweliergeschäft ein Raubüberfall statt. Doch was hat dies alles miteinander zu tun?
Ich bin noch immer ganz begeistert von “Ein ungezähmtes Tier”. Wieder einmal habe ich bis zum Schluss nicht vorhersagen können, wie sich alles entfalten wird. Die aktuellen Ereignisse werden immer wieder durch frühere Ereignisse ergänzt, und am Ende setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen. Dazu habe ich ein interessantes Interview im Tagesanzeiger vom 26. Februar 2025 gelesen:
“[…] Markus Wüest: Das heisst, Sie haben keinen fertigen Plot, bevor Sie anfangen?
Joël Dicker: Das ist es, was ich wirklich mag, nämlich nicht zu wissen, wohin es geht. […]”
Jetzt verstehe ich auch, wieso seine Bücher nie chronologisch geschrieben sind und viele Rückblenden haben, was mir sehr gut gefällt. So erhalte ich immer die Information, die ich für den nächsten Abschnitt des Buches gerade benötige.
Es ist mal wieder spannende Unterhaltung gefragt? “Ein ungezähmtes Tier” wird nicht enttäuschen.