Ich habe „Mimik“ von Sebastian Fitzek gelesen und fand das Buch richtig spannend und gleichzeitig total verstörend. Wie man es von Fitzek kennt, geht es direkt zur Sache und man ist sofort mitten in der Geschichte.
Die Hauptfigur ist Hannah – eine Expertin für Mimik, also dafür, Gesichter zu lesen und kleinste Muskelbewegungen zu deuten. Sie hilft dabei, Lügner zu entlarven oder die Wahrheit hinter den Gefühlen eines Menschen zu erkennen. Doch Hannah hat selbst ein großes Problem: Sie kann sich an wichtige Dinge aus ihrer eigenen Vergangenheit nicht mehr erinnern.
Was mich am meisten gepackt hat, war dieser ständige Zweifel: Wem kann man trauen, wer sagt die Wahrheit? Man merkt schnell, dass Hannah selbst nicht weiß, was mit ihr los ist – und das macht die Geschichte richtig spannend. Man fragt sich ständig, ob sie vielleicht selbst etwas Schreckliches getan hat.
Der Schreibstil ist wie immer bei Fitzek sehr leicht zu lesen. Die Kapitel sind kurz und enden oft mit kleinen Cliffhangern, sodass man einfach weiterlesen muss. Ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Was mir besonders gefallen hat: Die Idee mit der Mimik-Analyse fand ich total interessant. Man denkt beim Lesen automatisch drüber nach, wie viel man selbst an den Gesichtern anderer Menschen ablesen kann – und ob man selbst durchschaubar ist.
Natürlich ist nicht alles realistisch und manche Dinge wirken schon sehr übertrieben. Aber genau das macht Fitzeks Bücher irgendwie aus – sie sind einfach anders, schockierend und voller Überraschungen.