Nach dem starken ersten Band der Reihe war meine Vorfreude auf den zweiten Fall rund um Malou Löwenberg gross. Die Ermittlerin ist inzwischen keine Polizistin mehr, sondern arbeitet als Privatdetektivin. Das bringt eine neue Dynamik in die Geschichte und hat mich neugierig gemacht.
Der Schreibstil von Christine Brand gefällt mir. Die Kapitel sind kurz, der Text ist flüssig geschrieben und die regelmässigen Perspektivwechsel halten die Spannung aufrecht. Der Lesefluss war durchgehend da und ich habe das Buch schnell gelesen.
Inhaltlich konnte mich der Fall jedoch nicht überzeugen. Die Handlung wirkte stellenweise an den Haaren herbeigezogen und war stark von Zufällen geprägt. Dadurch ging für mich ein Teil der Glaubwürdigkeit verloren. Auch die Auflösung am Ende fand ich nicht ganz stimmig.
Was mich zusätzlich gestört hat war, dass eine über das ganze Buch hinweg sich anbahnende Liebesgeschichte am Ende einfach nicht mehr erwähnt wurde. Das fühlte sich unvollständig an und hat einen offenen Eindruck hinterlassen.