„Tage wie Salzwasser“ ist ein stilles, aber berührendes Buch. Es erzählt die Geschichte von zwei Frauen: Atlanta und Enza. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und suchen auf ihre eigene Weise nach einem neuen Anfang.
Atlanta fühlt sich vom Meer angezogen – es hilft ihr, mit alten Erinnerungen umzugehen. Enza versucht, ihr Leben zu verändern und neue Wege zu gehen, auch wenn sie nicht weiß, wohin sie führen. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht keine typische Freundschaft. Es ist eher eine vorsichtige Verbindung welche geprägt ist von Gesprächen, Schweigen und dem Gefühl, verstanden zu werden, ohne viele Worte.
Die Sprache im Buch ist ruhig und feinfühlig. Die Autorin beschreibt einfache Dinge auf eine besondere Art. Gerade diese Details machen das Buch so lebendig und nah. Mir ist es einfach gefallen eine Verbindung zu den beiden aufzubauen und so auch nie den Spass am Lesen zu verlieren.
„Tage wie Salzwasser“ ist kein Buch mit viel Drama oder großen Überraschungen. Es ist leise, aber ehrlich. Und es bleibt im Kopf, auch wenn man es schon längst zugeklappt hat. Wer Geschichten mag, die langsam wachsen und trotzdem tief berühren, wird dieses Buch lieben.