Der zweite Weltkrieg geht auch an Haribo und der Gründerfamilie Riegel nicht spurlos vorbei. Beide Söhne dienen an der Front und kommen in Kriegsgefangenschaft und Haribo muss nach der Besatzung der Alliierten seine Produktion für einige Zeit einstellen. All diese Hiobsbotschaften und Sorgen sind für den Firmengründer Hans Riegel zu viel, er stirbt viel zu früh.
In der Nachkriegszeit ist wird Haribo mit vielen Hürden konfrontiert, so sind zum Beispiel Rohstoffe aller Art eine Mangelware. Die Witwe Gertrud Riegel und Tochter Anita steuern in dieser Zeit Haribo durch diese schwierigen Zeiten.
Schon bald gibt Gertrud Riegel die Führung an ihre drei Kinder – alle mit ihren eigenen Vorstellungen – weiter. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ist es schwierig für die drei Riegels an einem Strick zu ziehen und eine Entscheidung scheint die Familie auseinander zu bringen. Doch dann werden die Goldbären wie wir sie heute noch immer kennen erfunden…
Fazit:
Der zweite Band der Haribo-Dilogie habe ich genau so gemocht wie der erste. Ich bin noch einmal in die Welt der Kamellen, Fruchtgummis und Lakritze abgetaucht und hatte durchwegs den süßen Duft in der Nase und Lust auf die eine oder andere Lakritzschnecke 😊. Auch der zweite Band liest sich durchwegs flüssig und zeigt authentisch auf, wie schwierig die Zeit rund um den zweiten Weltkrieg für die deutsche Bevölkerung war. Beide Bände zusammen sind eine eindrückliche Firmen- und Romanbiografie über den unternehmerischen und privaten weg der Familie Riegel und Haribo. Allen die gerne erfahren, wie heute noch immer bekannte Unternehmen entstanden sind, kann ich diese beiden Bücher ans Herz legen.