Dieses Buch ist eine glanzvolle Hommage an das goldene Hollywood und gleichzeitig eine schonungslose Abrechnung mit gesellschaftlichen Zwängen und Normen. „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“ vereint auf eindrucksvolle Weise Glamour, Schönheit, Tragik und tief berührende Momente. Evelyns Geschichte ist nicht nur faszinierend erzählt, sondern regt auch zum Nachdenken über Liebe, Identität und den Preis des Erfolgs
Die Kulisse, das Hollywood vergangener Jahrzehnte ist meisterhaft inszeniert. Sie bietet nicht nur Atmosphäre, sondern auch ein vielschichtiges soziokulturelles Umfeld, in dem sich Evelyn Hugos Identitätsentwicklung entfaltet. Als Leserin erlebt man eine innere Reise durch die Jahrzehnte der Filmindustrie – mit all ihren Zwängen, Glanzmomenten und Abgründen. Die gesellschaftlichen Umstände der 50er, 60er und weiteren Jahrzehnte wirken dabei nicht bloß als Hintergrundrauschen, sondern als prägende Kraft für Evelyns Entscheidungen und Lebensweg.
Ein kleiner Teil des Endes war für mich etwas zu früh absehbar, doch das schmälert nicht den Eindruck eines eindrucksvoll geschriebenen und bewegenden Romans, der lange nachhallt.