Ich tue’n eifach eso, wie wänn’s nonig passiert wär. Wie wännt no würsch läbe.
Und so bleibt der Witwer bei seiner verstorbenen Frau und führt den Monolog, als spräche er mit ihr, nur dass sie keine Antwort gibt. Und später, als er die Aufnahmen findet, die sie für ihn bereitgestellt hatte, gibt es doch noch so etwas wie einen Dialog. Sie gesteht ihm, dass sie… (das wollen wir hier nicht verraten). Die einfühlsamen Worte, die einen Blick in eine lebenslange Beziehung gewähren – die schönen Momente, die Schwierigkeiten, was bereut wurde und was gefeiert. Dass es Schicksalsschläge gibt, die es zu überstehen gilt und einen wachsen lassen, und andere, die nicht überlebt werden. Auch das passiert. Er nimmt Abschied im gemeinsamen Schlafzimmer. Es ist einfach wunderschön, direkt, zart, laut, wütend, versöhnlich, einfühlsam, endgültig und weil es Züridüütsch ist, trifft es mich voll ins Herz - trotz der Schwere federleicht. Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr und somit die volle Leseempfehlung!