Das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Sie verlässt für acht Minuten das Auto – und ihr Kind verschwindet spurlos. Für Kommissarin Kim Lansky ist dieser Fall die letzte Chance, sich zu beweisen. Sie setzt alles daran, das Kind zu finden, und gerät dabei in einen Strudel aus Lügen und der erschütternden Frage: Warum verschwinden in München so viele Kinder?
Nachdem ich Locked In von Henri Faber verschlungen hatte, wollte ich unbedingt auch seine früheren Werke lesen. Und eines steht für mich jetzt schon fest: Faber gehört zu meinen neuen Lieblingsautoren.
Er versteht es meisterhaft, hochspannende und emotional aufgeladene Thriller zu schreiben. Obwohl ich krank im Bett lag, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es gab kaum einen Moment zum Durchatmen oder Nachdenken. Ständig taten sich neue Wendungen auf, und ich habe bis fast zum Schluss gerätselt, worum es hier eigentlich geht. Ganz überraschen konnte mich die Auflösung zwar nicht, doch das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan.
Besonders beeindruckt hat mich Fabers Talent, komplexe und authentische Figuren zu zeichnen. Seine Protagonisten haben Ecken und Kanten, sie wachsen einem nicht sofort ans Herz – und genau das macht sie so glaubwürdig. Ich mochte vor allem Kim Lansky mit ihrer rauen, starken Art und ihrem inneren Kampf. Eine Ermittlerin, die nicht nur mit dem Fall, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert wird.
Zum Glück wartet hier noch ein weiterer Faber auf mich – und ich freue mich jetzt schon riesig auf das nächste Leseerlebnis.