Eins vorneweg: Ich liebe Schweizer Regionalkrimis und ich bin sehr interessiert an der Schweizer Politik. So gesehen war die Aussicht auf einen Schweizer Krimi, in dem es sich auch um Politik dreht, grandios. Bei der Vorfreude blieb es leider auch, da ich nicht sehr viel Lesevergnügen hatte. Zwar wurde mich das Ermittlerduo Jemsen/Auer mir mit der Zeit etwas sympathischer, aber so richtig nahe wie ein Dominik Dornach, Samantha Kälin oder Cora Johannis kamen sie mir nicht. Ob es am Schreibstil, an der Geschichte oder an den Figuren selbst liegt, kann ich nicht sagen.
Zwar würde ich weitere Fälle dieses Ermittlerduos lesen, aber nicht des Autorenduos. Der Schreibstil war in vielen Abschnitten/Kapiteln nicht einer, der mich wirklich packen würde. Irritierend war für mich, dass sich die Kapitel vom Stil her so stark unterscheiden. Daher ziehe ich künftig “Single-Author-Books” vor.
Die Geschichte war für mich zwar durchaus realistisch, dennoch passte das Setting irgendwie nicht. Und beim Zuklappen nach dem Ende des Buches war ich einfach nur enttäuscht von den Schlussszenen, bei denen das Kopfkino nicht wirklich in Gang kam und das Ende etwas zu sehr an den letzten 007-Streifens erinnert. Schade…