Mit diesem Buch lässt Bardugo Jugendliteratur hinter sich. Entsprechend sind alle Themen eingepfercht worden, die nicht Jugendfrei sind. Drogenmissbrauch, Missbrauch, Konsum menschlicher Exkremente. Leider werden die Themen aber eher für deren Schockwirkung verwendet, als dass sie seriös behandelt werden.
Die Erzählstruktur hat das Buch unnötig kompliziert gemacht. Eine Lineare Erzählweise hätte mehr Klarheit geschafft. Die Charaktere sind alle recht verschlossen, sodass sie mir bis zum Schluss egal waren. Somit interessiert es mich nicht, wie es mit ihnen weitergeht. Der aufzuklärende Mord rückte über grosse Teile in den Hintergrund, da Darlingtons Zeit Linie vorher stattfand und scheinbar keine Verbindung dazu hatte.
Doch das schlimmste Verbrechen in diesem Buch ist, dass es langweilig ist. Obwohl so viel passiert, wird Yales in allen Einzelheiten beschrieben. Auch die Geschichte der Umgebung kam nicht zu kurz. Die erste Hälfte des Buchs hat sich wie ein einziger Infodump gelesen. In der zweiten Hälfte zog das Tempo an, aber das war für mich zu spät.
Die Geschichte enthält viele spannende Ideen und einige echt verrückte Szenen, dennoch ist es besonders die zähflüssige Masse von Langeweile dazwischen, die mir in Erinnerung blieb. Schade. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.