Dieses Buch hat mich überrascht und berührt. Die Kurzgeschichten spielen in Florida und sind persönliche, intime Porträts von Frauen und deren Beziehungsgeflechte. Es sind nicht die Privilegierten, von denen die Autorin erzählt, sondern die Menschen aus den unteren Gesellschaftsschichten, deren intimste Gedanken und Gefühle sie wie mit einem Vergrößerungsglas hervorhebt. Die Autorin schreibt einfühlsam, ist eine aufmerksame Beobachterin, und arbeitet so sowohl die rohe Gewalt, die nackten Tatsachen, die kreativen Coping-Strategien, als auch den (Über)-Lebenswillen sprachlich gewandt heraus - in einer körperlichen, direkten Sprache. Die meisten Erzählungen haben mir sehr gut gefallen.