Die Victoria Verschwörung ist der dritte Band der Ermittler-Serie rund um den Kunsthistoriker Lennard Lomberg.
Für mich ist es auch der erste Roman, den ich von Andreas Storm gelesen habe und ich bin angenehm überrascht.
Genau wie das Cover, die übrigens in der ganzen Serie ähnlich gehalten, sich jedoch farblich unterscheiden, sind, ist der Stil unaufgeregt und dadurch sehr angenehm.
Irgendwie fällt mir dazu klassisch englisch ein.
Wie die Tassen mit der Aufschrift “keep calm and carry on” ist auch dieser Krimi.
Das heisst aber nicht, dass er langweilig ist. Ganz im Gegenteil ich fand gerade die Art und Weise wie der Autor die Geschichte mit der Weltgeschichte verwoben hat, besonders interessant.
Vielleicht liegt es auch daran, dass mich die Zeit um den 2. Weltkrieg generell sehr interessiert und ich deswegen einige Zusammenhänge und Charaktere bereits kannte, dass mir die Geschichte so gefallen hat, aber es war sicher nicht nur das.
Es handelt sich hier nicht um einen Schocker, es wird nicht am Ende noch eine Person die mit keinen Wort zuvor erwähnt wurde aus dem Hut gezaubert, es wird auch niemand bestialisch ermordet, oder man nimmt an Übelkeit erregenden Massnahmen der Gerichtsmedizin teil, nein, es sind die Geschichten die das Leben schreibt und die Eitelkeiten die uns alle dazu treiben können, Dinge zu tun, die eine Abfolge von Aktionen und Reaktionen zur Folge haben, die dann ausser Kontrolle geraten und das fand ich wirklich interessant.
Auch die private Geschichte rund um Lennard Lomberg hat mir sehr gefallen. Auch diese absolut zeitgemäss und menschlich und genau das macht diese Serie aus.
Ein Krimigenuss für alle die nach klassischer Ermittlung mit Stil suchen.