Die Tote am dänischen Strand ist möglicherweise deutsche Staatsbürgerin, außerdem trägt sie Säckchen mit Drogen bei sich – Grund genug, um Skanpol einzuschalten.
Während Tom Skagen und Chefin Jette Vestergaard die örtliche Polizei unterstützen, tragen sich in einer nahen Feriensiedlung merkwürdige Dinge zu.
Mit dem Prolog beginnt Anne Norbys Thriller spannend und schaurig, dann wird es einmal für etliche Seiten ruhiger: einerseits wird das Team von Skanpol vorgestellt und der Grund, warum eine sofortige Reise nach Dänemark notwendig ist, andererseits entwickelt die Autorin einen zweiten Handlungsstrang und beschreibt den Urlaub dreier deutscher Familien in einem typischen, idyllischen Feriendorf in Dänemarks Dünenlandschaft.
Gewöhnungsbedürftig sind die ausgewählte Zeitform (Präsens) und die kurzen, eher einfachen Sätze. Falls Direktheit und erhöhte Spannung damit erreicht werden sollen, dann ist das meines Erachtens nach – insbesondere im ersten Drittel - nicht wirklich gelungen. Auch der Lesefluss gerät in der Gegenwartsform immer wieder ins Stocken.
Dafür ist die Geschichte jedoch gut aufgebaut und sämtliche Figuren scheinen wie aus dem Leben gegriffen. Da jeder seine persönliche Vergangenheit hat, wird das Geschehen durch eigene Erfahrungen geprägt und beeinflusst. Auch wenn Skanpol der Strandleiche wegen angefordert worden ist, so vermischen sich die Ermittlungsaufgaben für beide Fälle zwangsläufig aufgrund wechselnder Gruppeneinteilung.
Interessante Details zu den einzelnen Personen und ansprechende Themen verleihen diesem Thriller schlussendlich den nötigen Pfiff und stimmen nachdenklich, wie weit jeder von uns gehen würde, wenn …