Hanna und Neil kennen sich aus ihrer Zeit im Internat in Schottland. Nach ihrem Abschluss haben sie einander jeweils einen Koffer des anderen mitgegeben, als Symbol dafür, dass sie einander immer Unterschlupf gewähren werden.
Hanna geht zurück nach Berlin, während Neil in Schottland bleibt. Die Jahre vergehen, das Leben passiert und der Kontakt ist mal mehr, mal weniger.
Doch dann verändert ein Schicksalsschlag alles…
Wieder zufällig bin ich über „Die Tage mit dir“ von Valerie Bendorf gestolpert und fand, dass das nach einer Geschichte nach meinem Geschmack klang, was einen Kauf nach sich zog.
Schottland bringt bei mir ja eh immer Bonuspunkte und auch Hanna und Neil mochte ich gleich. Die Geschichte beginnt mittendrin und springt dann zurück ins Jahr 1999.
Es wird erzählt, wie die Zwei sich angefreundet haben, wie sich ihre Freundschaft im Lauf der Jahrzehnte entwickelt und was in ihrer beider Leben passiert.
Viele verpasste Chancen und trotzdem immer Freundschaft - mal mehr, mal weniger.
Ich mochte es, wie Hanna und Neil, auch wenn sie manchmal im ersten Moment gefremdelt haben, doch immer ihre Verbindung wiedergefunden haben und einander unterstützt haben. Leicht war das für beide nie, denn als Leser erfährt man auch die Dinge, die sie nicht aussprechen.
Die Geschichte war für mich emotional manchmal zu leer, als wäre da eine Distanz zwischen Autorin und Geschichte gewesen, vielleicht ist es auch nur etwas das ich persönlich so empfunden habe. Jedenfalls hat mich das ab und an irritiert. Auch die Handlungen der Protagonisten waren mir nicht immer zugänglich.
Der Roman bietet aber in jedem Fall gute Unterhaltung, einen großen Schreckmoment und viele Lebensjahre voller interessanter und authentischer Entwicklungen.