Alice ist betrunken, sie verliert das Bewusstsein. Zwei Jungs bringen sie nach Hause. Nach dieser Nacht ist nichts mehr, wie es war. Die beiden prahlen damit, sie “erobert” zu haben – doch als die Polizei sich einschaltet, bestreiten sie alles. Fast zwanzig Jahre lang versucht Alice herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.
Ich habe dieses Buch im Buddy Read gelesen. Hätte ich es alleine gelesen, hätte ich vermutlich abgebrochen.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: Alice und Nick. Doch was genau wird da eigentlich erzählt? Zunächst lernen wir beide Figuren kennen. Die verhängnisvolle Nacht wird interessanterweise aus Nicks Sicht geschildert – obwohl er gar nicht dabei war. Lange habe ich mich gefragt, warum das so ist. Er kennt nur die Erzählung seines besten Freundes – und das wirkt konstruiert.
Zwischendurch werden Kapitel eingestreut, die sich mit einem Horrorfilm-Drehbuch und einem College-Bewerbungsaufsatz beschäftigen. Für mich wirkten diese Einschübe wirr und zusammenhangslos – ich konnte keinen echten Mehrwert darin erkennen.
Erst gegen Ende laufen die Fäden etwas zusammen, und es kommt endlich Spannung auf. Doch das Finale hat mich frustriert zurückgelassen – zu vage und für mich unbefriedigend.
Das Thema des Buches ist zweifellos wichtig. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Erzählweise war mir zu langatmig, zu verworren, und emotional hat es mich nicht berührt. Deshalb kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.