Anna Hopes aktueller Roman „Wo wir uns treffen“ erzählt die Geschichte der Familie Brooke, die sich nach dem Tod des Patriarchen Philip auf dem weitläufigen Familienanwesen in Sussex versammelt. Die Geschwister Frannie, Milo und Isa sowie ihre Mutter Grace und weitere Gäste sehen sich mit alten Wunden, familiären Spannungen und einem belastenden Erbe konfrontiert.
Frannie, die älteste Tochter, hat das Anwesen bereits vor Jahren übernommen und setzt sich für dessen Renaturierung ein, um ihrer Tochter eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Milo, der jüngere Bruder, verfolgt eigene Pläne für das Anwesen, während Isa, die jüngste Schwester, mit inneren Dämonen kämpft. Die Ankunft von Clara, der Tochter von Philips langjähriger Geliebter, bringt zusätzliche Unruhe, da sie über das koloniale Erbe der Familie aufklären möchte.
Was mir gefallen hat:
Atmosphärische Erzählweise: Die Autorin schafft es, die Stimmung des englischen Landsitzes und die inneren Konflikte der Charaktere eindrucksvoll zu vermitteln.
Vielschichtige Charaktere: Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte und Perspektive mit, was zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Themen wie familiärer Verantwortung und persönlichem Wachstum führt.
Aktuelle Themen: Die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe und der Umweltproblematik verleiht dem Roman eine zeitgenössische Relevanz.
Kritikpunkte:
Langsames Erzähltempo: Einige Leser könnten das ruhige Tempo und die detaillierten Beschreibungen als langatmig empfinden.
Offene Handlungsstränge: Nicht alle Konflikte und Fragen werden abschließend geklärt, was bei manchen Lesern den Wunsch nach mehr Auflösung hervorrufen könnte.