Bad Tourists beginnt vielversprechend: Drei Freundinnen auf den Malediven, ein verschwundener Mann und düstere Geheimnisse aus der Vergangenheit – das klingt nach einem spannenden Thriller-Setting. Die Atmosphäre ist gelungen, und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit bringt interessante Einblicke in die Dynamik der Figuren.
Allerdings konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln. Die Spannung baut sich eher langsam auf, und einige Wendungen wirkten vorhersehbar. Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber nicht alle ihre Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar. Vor allem in der zweiten Hälfte hat das Tempo etwas nachgelassen, was den Lesefluss gestört hat.
Insgesamt ein solider Thriller mit interessanten Ansätzen, aber für meinen Geschmack hätte es etwas mehr Überraschung und Intensität gebraucht. Als Einstiegs-Thriller für Leser*innen, die sich neu im Genre bewegen, ist das Buch aber durchaus geeignet.