Schon nach den ersten Seiten von Franz Doblers Ein Sohn von zwei Müttern wurde klar: Dieser Schreibstil ist schlicht nicht meins. Die Sprache wirkt gewollt lässig, oft sprunghaft und unpräzise – als würde sie mehr Distanz als Nähe schaffen. Statt mich hineinzuziehen, hat mich der Text vor allem irritiert und emotional kaltgelassen.
Ich habe mir Mühe gegeben, das Buch nicht vorschnell abzubrechen und mich durch die ersten 30 Seiten gekämpft. Doch der Stil blieb für mich schwer zugänglich, die Figuren blass, die Erzählweise unruhig. Was vielleicht als eigenwillige Stimme gedacht ist, empfand ich als anstrengend und ermüdend.
Fazit: Mich konnte dieses Buch weder sprachlich noch inhaltlich fesseln. Nach 30 Seiten war für mich Schluss – leider ein Lesererlebnis, das mich eher frustriert als bereichert hat.