Lichterhaven, Band 8: Isalie ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, sondern auch Influencerin mit Hunderttausenden von Followern. Aber irgendetwas ist für sie nicht mehr stimmig – sie kann es aber noch nicht benennen. Der neuste Auftrag führt sie nach Lichterhaven, wo sie einem Bauern helfen soll, das Unternehmen vor dem Untergang zu retten. Max, der besagte Bauer, wurde von seiner Mutter, die den Auftrag erteilt hat, überrumpelt. Wie soll ausgerechnet diese Tussi aus Hamburg ihm helfen können?
Erster Eindruck: Auf dem Cover Sonne, Sand, Strandkorb und ein Neufundländer-Welpe – braucht es mehr? Ich denke nicht.
Dies ist Band 8 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Isalie und Max erzählt; den Part der Vierbeiner übernimmt Samson. Der Neufundländer kommt mir in der Geschichte viel grösser vor als auf dem Cover abgebildet. Er ist traurig, richtiggehend depressiv. Kein Wunder, denn er wurde einfach von seiner vorherigen Familie „vergessen“ – sie haben ihn ausgesetzt! Er weiss nicht, ob er je wieder glücklich sein kann. Bei Max läuft es auch nicht toll, denn seine Frau hat ihn betrogen und ihn und die beiden Kinder verlassen. Und dann forderte sie von Max, dass er sie ausbezahlte, was sein Unternehmen an den Rand des Ruins brachte. Isalie war zwar schon mal auf einem Bauernhof zu Besuch, ist aber durch und durch eine Stadtpflanze und hat vom Landleben keine Ahnung. Es gehört jedoch zu ihrem Job, sich in neue Unternehmensbereiche hineinzudenken, um umsetzbare Strategien präsentieren zu können. Die Begrüssung durch Max ist sehr frostig. Wie soll das funktionieren, wenn er gar keine Lust auf diese Unternehmensberatung hat?
Eine influencende Unternehmensberaterin, die sich Make-up auftragend im Internet zeigt und Marketingtipps gibt? Wird man da ernstgenommen? Nun ja, in der heutigen Zeit scheint das „normal“ zu sein. Max‘ Familie hat mir sehr gefallen – es ist sehr schön, wie seine Eltern ihn und die Kinder unterstützen. Er ist sich absolut bewusst, dass er grosses Glück hat, denn ohne diese Unterstützung wäre für ihn – wie für viele alleinerziehende Eltern – das Ganze nicht zu managen. Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen und im Nu war es auch schon zu Ende. Es hat mir gefallen, aber leider weniger als die bisherigen Bände. Für mich war unverständlich, wie Max seinen Hof aufgrund von Isalies Unternehmensstrategie so schnell umkrempeln kann. Mein obligater Hinweis folgt zum Schluss: Petra Schier schreibt Bücher für Erwachsene, daher gibt es auch hier eine „heisse“ Szene. Von mir gibt es dieses Mal knappe 3 Sterne.