Ein Anruf verändert alles: Allison erfährt, dass ihr Mann Peter verhaftet wurde; sie ist hochschwanger mit dem zweiten Kind. Die 16-Jährige Summer, Allisons Stieftochter, will ihr beistehen, benötigt dabei aber die Hilfe ihrer Mutter Erica. Ausgerechnet Peters zickige Ex-Frau, die ihm übel mitgespielt hat! Erica ist von Summers Engagement überrumpelt. Sie tut alles für Summer, aber das geht zu weit. Da Allison Obdachlosigkeit droht, willigt Erica ein und quartiert sie bei sich ein. Aus anfänglichem Misstrauen beiderseits wird langsam eine Freundschaft, die beide Frauen dringend benötigen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes, stimmungsvolles Cover.
Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich gleich auf die ungewöhnliche Konstellation gespannt: Zwei Frauen, deren scheinbar einzige Gemeinsamkeit die Verbindung mit Peter ist.
Erica ist eine erfolgreiche Unternehmerin, betreibt mehrere Frisiersalons mit Day-Spa, richtet Förderprogramme aus. Sie ist seit vier Jahren von Peter geschieden – er hat sie Knall auf Fall verlassen. Das hat sie sehr verletzt. Peter ist Buchhalter mit eigener Firma und mittlerweile mit Allison verheiratet. Ein Kind haben sie schon, das zweite ist unterwegs. Allison kennt Erica nicht, hat aber nur schlechte Dinge über sie gehört und ist daher nicht gut auf sie zu sprechen. Sie fragt sich, wie Summer, die sie liebt, bei einer so kratzbürstigen Mutter aufwachsen konnte.
Eine schlimme Vorstellung, wenn man via Telefon erfahren muss, dass der Partner verhaftet wurde und ihm diverse schwere Straftaten vorgeworfen werden. Allison fällt aus allen Wolken, und zwar ins Bodenlose, denn sie hat keine Familie oder Freunde, die ihr beistehen könnten. Auch Erica fällt aus allen Wolken, denn ihrer Nachfolgerin Obdach zu gewähren, stand nie auf ihrer Liste.
Vorurteile, Verletzungen, Ängste, Freundschaft, Familie und Liebe sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch war wie immer im Nu ausgelesen. Es war mir eine grosse Freude, so liebenswürdige Frauen kennenzulernen: Erica, Mutter Mara, Tochter Summer, Allison. Und Killion – ein toller Mann! Von Peter war ich leider so gar nicht begeistert – die Leser:innen werden das wohl gleich nachvollziehen können. Ich würde gerne mehr darüber schreiben, aber dann würde ich leider spoilern. Von mir gibt es 5 Sterne.