Das Buch “Was man von hier aus sehen kann” hat mir aufgrund des Humors, der tiefen Einsicht in die Gemeinschaft und der in mir geweckten Emotionen sehr gut gefallen. Martin und Louise wachsen in einem kleinen Dorf inmitten von Menschen auf, die mit all ihren Eigenarten das Dorfleben bereichern. Ich fand es sehr schön zum Lesen, wie viel Selma und der Optiker den beiden auf ihren Weg mitgeben und wie sie die zwei an die Hand nehmen. Umso tragischer und plötzlich die eine Wendung, die wiederum so vieles verändert hat. Mir hat auch gefallen, wie immer wieder kurz beschrieben wird, wer gerade was macht. Somit erhält man als Leser einen Einblick auch ins Leben der restlichen Dorfbewohner und gleichzeitig erfährt man auch den Zusammenhalt. Zwischendurch habe ich mich gefragt, wieso nur der erste Teil vom Okapi handelt, obschon es für mich mehr so klang, als würde sich das ganze Buch eher um die Geschehnisse rund um diese Okapi Träume drehen, doch in Teil 2 und 3 ging es mehr um die Entwicklung und mögliche Zukunft von Louise, aber auch um das Leben, das weiterläuft mit all seinen Eigenarten. Dabei geht es auch immer wieder um den Tod und den Umgang damit und auch hier ist der Zusammenhalt dieser Gemeinschaft wieder zu spüren. Es hat ein paar wirklich schöne Passagen drin, die wunderbar geschrieben sind und mich berührt haben.