Plötzlich kam ihm in den Sinn, was für ein unvollkommenes, willkürliches, von Menschen konstruiertes Werkzeug das Konklave doch war. -aus Konklave-
Konklave vom lateinischen übersetzt bedeutet es verschlossener Raum. Konklave, die Papstwahl. Nach genauen Regeln und Jahrhunderte alten Traditionen abgehalten. Kardinäle eilen nach dem Tod des Papstes nach Rom, nicht nur zur Beisetzung des Heiligen Vaters, sondern auch zur Besetzung des Heiligen Stuhls. Obwohl jeder Kardinal nach dem Willen Gottes handeln sollte, sind auch diese Kirchenmänner am Schluss nur Menschen und handeln nicht selten eigennützig. Macht, Intrigen und auch Korruption machen auch vor den Toren des Vatikans nicht halt und der Kampf um das Papstamt ist schon bald nicht nur aus Gottes Hand gesteuert.
Fazit:
Das Buch gibt einen guten Einblick Hinter die Kulissen einer Papstwahl. Für mich war es zeitweise beinahe ein Politthriller mit unvorhersehbaren Wendungen. Das Buch zeigt eindrücklich den Machtkampf um das oberste Amt der Katholischen Kirche, der bereits vor dem Ableben des Papstes seinen Lauf nimmt. Teils hatte das Buch für mich etwas Bedrückendes mit all den uralten Traditionen, Vorstellungen und Ansichten und doch konnte mich der Ausgang der Geschichte versöhnlich stimmen.
Im Nachwort erzählt der Autor, dass er zur Recherche den Vatikan besuchen und auch mit hohen Kirchenleuten in Kontakt war, diese Tatsache macht den Roman authentisch und echt, ist der Vatikan ansonsten ein sehr abgeschirmtes Fleckchen Erde.