Mit diesem Satz wird man direkt in die neue Geschichte hineinkatapultiert. Dass Pierre Martin eine Szene aus dem Buch als Prolog zu vorderst schreibt, als Einstieg, um zu fesseln, kann man so oder so sehen. Einerseits verrät es bereits einiges, macht aber neugierig, zum anderen kommt der selbe Prolog im Buch nochmals vor, und so liest man die Szene zweimal …
“Und die Villa der Frauen” ist für Madame le Commissaire sehr persönlich, war es doch ihre Idee, mit dem Vermächtnis ihres getöteten Liebhabers eine Villa für misshandelte Frauen führen zu lassen. Damit sie in der Provence zur Ruhe kommen können, Zeit mit ihren Kindern verbringen, ohne Angst - nur leider endet es im Albtraum. Eine der Mütter verschwindet spurlos mit ihrem Kind, sie wird tot aufgefunden, wo ist ihr Kind geblieben?
Madame le Commissaire muss man lieben oder “hassen” - ich glaube, eine andere Möglichkeit gibt es bei diesen Krimis von Pierre Martin nicht. Der Suchtfaktor, die Provence, der Schreibstil, einfach die perfekte Mischung.
Fazit: ein sehr persönlicher Fall, herausragend geschrieben, Gänsehaut und Suchtfaktor pur.