„The Summer We Fell“ erzählt die Geschichte von Juliet, die aufgrund ihrer schweren Vergangenheit zu den Eltern ihres Freundes Danny gezogen ist. Als sie eines Sommers Dannys besten Freund Luke kennenlernt, spürt sie plötzlich Gefühle, die sie nicht haben sollte. Jahre später kehrt sie zurück und merkt, dass diese Gefühle nie wirklich verschwunden sind.
Die Geschichte wird abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt: der Gegenwart und der Vergangenheit. Von Anfang an fand ich das Buch spannend, da lange unklar bleibt, was genau zwischen Juliet und Luke vorgefallen ist, wie ihre Beziehung wirklich aussieht und warum eine so starke Spannung zwischen ihnen herrscht. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so viel Tension aufgebaut hat.
Juliet ist eine sehr selbstlose Person, die das Glück anderer stets über ihr eigenes stellt. Luke wurde mir erst im Laufe der Geschichte sympathisch, da man seine wahren Intentionen erst nach und nach versteht. Obwohl Danny in der Vergangenheit Juliets Freund war, war es immer Luke, der sie wirklich gesehen und sich für sie eingesetzt hat. Auch Dannys Mutter Donna habe ich schnell ins Herz geschlossen. Auch wenn sie sich nicht immer durchsetzen konnte und es ihr schwerfiel, für das Richtige einzustehen, habe ich ihre Fürsorglichkeit und guten Absichten nie infrage gestellt.
Besonders beeindruckt hat mich, wie realitätsnah die toxische Beziehung zu Danny sowie Juliets ständige Selbstzweifel und Schuldgefühle dargestellt wurden – ohne diese Themen zu beschönigen oder zu romantisieren.
Das Ende hält einige überraschende Wendungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet habe. Insgesamt ist die Geschichte von Juliet und Luke sehr tragisch, und beide haben jahrelang zu Unrecht gelitten. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine emotionale, tragische Geschichte mit viel Tension und tiefgehenden, schwierigen Themen lesen möchte.