Als Constantin von Platen zu seiner Großtante zieht um dort als Tierarzt zu arbeiten, ahnt er nicht, dass ihn zwischen misstrauischen Dorfbewohnern und einem Mordfall so einiges erwartet – und das Leben auf dem Land alles andere als einfach ist.
Von Antje Szillat kannte ich bisher vor allem die Kinderbücher rund um den Flätscher. Umso neugieriger war ich auf diesen Ausflug ins Krimigenre – und wurde nicht enttäuscht.
Zugegeben: Anfangs hat mich das ständige Gezanke zwischen Constantin und der Kriminalkommissarin etwas genervt. Doch mit der Zeit sind mir die beiden tatsächlich ein wenig ans Herz gewachsen. Besonders mochte ich Amalia – die rüstige Dame mit einer Vorliebe für Kriminalliteratur und einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Schwingungen. Sie hatte es wirklich faustdick hinter den Ohren!
Die Region rund um Marne wird atmosphärisch beschrieben – ich konnte mir das Dorfleben lebhaft vorstellen. Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet: eine eigenwillige, verschworene Dorfgemeinschaft mit Ecken und Kanten.
Der Krimi selbst liest sich angenehm leicht und unterhaltsam. Die Länge ist genau richtig, ideal für ein paar entspannte Lesestunden. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Ende wurde etwas zu schnell abgehandelt. Zwar war die Auflösung schlüssig und zufriedenstellend, aber ein paar Seiten mehr hätten der Spannung gutgetan.
Der Tote vom Klünderhof ist ein kurzweiliger und charmanter Cozy-Krimi.