Skye ist in der Vergangenheit von Beziehung zu Beziehung gesprungen. Aber jetzt hat sie beschlossen, ein Jahr lang Single zu bleiben, um sich selbst wieder kennenzulernen. Blöd nur, dass die Mitbewohner*innen in der WG neben ihrer neuen Wohnung sehr heiss sind…
Ich konnte mich sehr gut mit Skye identifizieren, mit der Identitätsfrage, die sich nach dem Ende einer Langzeitbeziehung stellt (Mag ich diese Sache wirklich, oder habe ich sie nur meinem Partner zuliebe gemacht?) und mit den Selbstzweifeln an der eigenen sexuellen Identität (Bin ich „bi genug“, obwohl ich bisher „nur“ Männer gedatet habe?)
*kleiner Spoiler voraus*
Ich fand es stark, wie Skye mehr und mehr für sich selbst einsteht und Dinge anspricht, die sie verletzt haben.
Es ist schön zu sehen, dass Skye für sich selbst einsteht und nicht die Beziehung „retten“ muss (ich werde jetzt nicht sagen, mit wem, das wäre ein zu grosser Spoiler). Meiner Meinung nach wird heutzutage in vielen Romanen das Bild gezeichnet, dass „wenn man sich nur genug anstrengt, wird die Beziehung schon klappen“. Und das ist einfach nicht wahr. Wenn man merkt, dass eine Beziehung einem mehr schadet als nützt, sollte man ernsthaft darüber nachdenken, diese Beziehung fortzusetzen. Egal, wie sehr es wehtut. Ich finde es gut, dass Inka Lindberg genau das darstellt.
*Spoiler Ende*
Das Buch ist eine 10/10, aber ich habe auch nichts anderes von ihr erwartet (: Ihr erstes Buch „we fell in love in october“ hat mich bereits überzeugt! (Auch eine große Empfehlung btw)