Der Einstieg fiel mir relativ leicht. Ich hatte jedoch schon relativ früh das Gefühl, mich gefühlsmäßig den Charakteren nicht nähern zu können. Sie blieben seltsam auf Abstand. Was sich aber auch gut mit Genevieve’s Persönlichkeit deckt. Obwohl man spürt ,dass sie mental etwas sehr stark belastet, so geht sie doch stark auf Konfrontationskurs, manchmal sogar mit einer fast verzweifelten Provokation.
Im emotionalen Bereich verschließt sie sich völlig, was in Bezug auf ihre Vergangenheit absolut Sinn ergibt.
Ihren Hintergrund fand ich sehr interessant und schmerzhaft zugleich. Aber es sind nicht nur diese Dinge, die sie umtreiben, da ist noch so viel mehr, was ihr das Leben schwermacht.
Von der Handlung her fand ich es sehr interessant, besonders die Themen haben mir gut gefallen. Auch wenn ich finde, dass man ihren Hintergrund noch etwas stärker und intensiver hätte ausbauen können.
Vielleicht wären dann auch die Emotionen stärker hervorgekommen.
Trotzdem konnte mich diese Geschichte einfach nicht so stark begeistern und erreichen wie erhofft. Die Emotionen waren mir einfach zu wenig. Ich habe sie nicht tief genug und intensiv genug gefühlt. Was total schade ist, weil die Geschichte genug Dramatik und Tragik bot.