Oh wow. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, dieses Buch hat eine Menge in mir ausgelöst; ich habe eine Menge neuer Dinge gelernt, die mir in meinem Bubblen nicht in dem Ausmass bewusst waren.
(Als Referenz: Ich bin in einem kleinen Schweizer Dorf mit Schweizer Eltern aufgewachsen und ich muss zugeben, dass ich nicht viel Kontakt zu Menschen mit Migrationsgeschichte hatte. Genau deshalb war es mir wichtig dieses Buch zu lesen: um meine Bubble zu verlassen.)
Tahsim Durgun schreibt eindrucksvoll über das Aufwachsen in Deutschland, von Alltagsrassismus über „Heimat“ und was das bedeutet, bis hin zu Geschwisterstreitigkeiten oder der Rolle der Mütter, die ihre eigenen Bedürfnisse oft zurückstellen. Aufgelockert wird das sehr ernste Buch durch umgangssprachliche Begriffe und sarkastische Bemerkungen, die sehr erfrischend gesellschaftskritisch sind, dem Buch aber (zum Glück) nichts von seiner Ernsthaftigkeit nehmen, eher im Gegenteil.
Ich denke, jede:r sollte dieses Buch lesen, denn wir können alle etwas daraus lernen. Auch wenn es ‘nur’ das Rezept für den Bulgursalat seiner Mutter ist, den ich zwar noch nicht ausprobiert habe, der aber sehr gut klingt. (Aber wir hoffentlich haben wir doch mehr daraus gelernt.)
(das “/pos” im Titel steht für “positiv” und bedeutet, dass der Ausdruck im positiven Sinn gemeint ist)