Frostkuss eröffnet die Mythos Academy-Reihe mit einem spannenden Konzept: Gwen, eine Aussenseiterin mit der Gabe, durch Berührung die Geschichte von Gegenständen und Menschen zu sehen, soll plötzlich der Champion einer Göttin werden. Klingt nach jeder Menge Konfliktpotenzial und das wird auch geliefert.
Jennifer Estep bleibt jedoch ihrer repetitiven Erzählweise treu. Ja, Gwen ist eine Aussenseiterin. Ja, sie ist eine Gypsy. Ja, ihre Fähigkeit funktioniert so und so. Wer aufmerksam liest, bekommt dieselben Infos mehrfach serviert, was den Lesefluss etwas bremst. Auch die Beziehungen bleiben eher an der Oberfläche, doch dafür hält der Spannungsbogen die Geschichte am Laufen.
Trotz kleiner Schwächen ist Frostkuss ein unterhaltsamer Einstieg in die Reihe, der Lust auf mehr macht, solange man sich mit Esteps Erzählstil arrangieren kann, lesen tut sich die Geschichte schliesslich flüssig.