Blood Moon Falling entführt uns wieder auf die Islá Lûna, einen Ort, an dem ich persönlich nicht leben wollen würde, denn obwohl Melinoé und Astello beide das Blutmondritual überlebt haben, ist der Mond weiterhin so zerstörerisch wie zuvor und die Göttinnen sind genauso zufrieden mit dem Ausgang des Kampfes um die Krone wie das Volk, dass misstrauisch gegenüber dem Prinzen und vor allem gegenüber Melinoé ist. Auch Melinoé weiss nicht, ob sie Astello wirklich trauen kann, vor allem, nachdem er eine andere Frau als seine zukünftige Königin erwählt. Doch um die Insel und ihr Volk zu retten, müssen sie erneut zusammenarbeiten, um der tödlichen Magie des Mondes endlich ein Ende zu setzen.
Obwohl es bereits eine Weile her war, seitdem ich das erste Buch gelesen habe, bin ich schnell wieder in die Geschichte hineingekommen und habe mich rasch wieder in der düsteren Welt von Melinoé zurechtgefunden, die ich noch immer unglaublich spannend und faszinierend finde, auch wenn ich froh bin, dass ich nicht jede Nacht ums Überleben kämpfen muss wie die Bevölkerung des Sichelviertels. Liz Skadis Schreibstil ist immer noch bildgewaltig und packt einen von der ersten Seite her, sodass es schwer ist, das Buch zur Seite zu legen.
Obwohl man im ersten Band bereits viel über Astello und Melinoé lernt, lernt man in Blood Moon Falling doch nochmals neue Aspekte über die beiden Protagonisten, aber auch über die Nebenfiguren, die ich unglaublich erfrischend gefunden habe.
Ohne zu viel über die Handlung zu verraten, kann ich sagen, dass die Prüfungen zwar in eine ähnliche Richtung gingen wie das Blutmondritual und man so einige bekannte Schauplätze wieder besuchen wird, aber auch viele Wendungen dabei sind, sodass man von Anfang bis Ende mit Melinoé und Astello mitfiebern kann. Die Dynamik zwischen den beiden ist ebenfalls noch genauso aufgeladen wie in Blood Moon Rising, sodass ich es allen Enemies to Lovers Fans nur empfehlen kann.
Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die an den ersten Teil heranreicht und genauso düster, magisch und gefährlich ist wie sein Vorgänger.