In Die Musik der Stille steht die Universität von Imre zwar im Zentrum, doch diesmal geht es nicht um Wissen oder Macht, sondern um die stillen Räume dazwischen, um Geheimnisse, die niemand kennt, und um Auri, die in ihrer zerbrechlichen, doch vollkommen eigenen Logik die Welt ordnet.
Da ich die Köngismörder-Chronik aus Versehen mit diesem Band begonnen habe, war ich zu Beginn restlos überfordert – die Welt von Rothfuss ist komplex, voller unausgesprochener Regeln und verborgener Pfade. Doch Auri hatte mich von Anfang an. Sie bleibt für mich der berührendste, geheimnisvollste Charakter der Reihe: scheinbar zerbrechlich und doch so viel weiser, als es auf den ersten Blick scheint. In ihrer Geschichte geht es nicht um Abenteuer oder Heldenmut, sondern um das Verstehen von Dingen, die jenseits normaler Wahrnehmung liegen.
Mit Auri kann man eine neue Perspektive auf Rothfuss’ komplexe Welt gewinnen, die auf den ersten Blick nur ihr zu gehören scheint und trotzdem so viel über das grosse Ganze erzählt.