Horvath, Band 2: Die Sonnwendfeier führt dazu, dass das ganze Wachauer Dorf auf den Beinen ist. Doch dabei wird die Leiche der Arzthelferin Christel Hulatsch im Feuer entdeckt! Krimiautor Horvaths Ehrgeiz, diesen Fall zu lösen, ist geweckt. Jemand hat jedoch etwas gegen seine Ermittlungen, wie er wiederholt zu spüren bekommt. Horvath und seine Freundin Mimi übernehmen den Arzthelferinnen-Job, bis Dr. Freilich einen Ersatz bekommt. Ganz im Zentrum des Geschehens lässt sich prima ermitteln…
Erster Eindruck: Ein farbenfrohes, dynamisches Cover – gefällt mir ausgezeichnet!
Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Da es bei mir noch nicht lange her ist, seit ich Band 1 gelesen habe, waren mir die Protagonisten noch bestens bekannt. Hach, diese Truppe ist mehr als illuster: Der mittlerweile erfolgreiche Schriftsteller Horvath und seine esoterische Freundin Mimi, die Pachamama feiert und gerne Schulmedizin-Bashing betreibt. Maria, Horvaths Ex-Schwägerin, ist neu mit Guru Shaman, der sich mit Mimi selbstständig gemacht hat, verbandelt. Dieses Mal muss Horvath körperlich viel einstecken, aber auch seelisch erlebt er schwierige Zeiten, da er immer wieder an der Liebe seiner Mimi zweifelt. Ist er gut genug für sie? Ist er zu alt für sie? Horvath und Mimi sind so gegensätzlich, dass es für mich ein Wunder ist, dass diese zusammengefunden haben. Nun gut, das ist sicherlich für eine Krimödie wichtig, aber in echt würde mich Mimi wohl in den Wahnsinn treiben.
Der folgende Dialog von Horvath und seiner Liebsten hat mir gefallen: „Es gibt nur zwei Dinge, die nach Rauch schmecken dürfen: eine Marlboro und ein Stück Speck. / Speck verursacht Tierleid, Hase. / Aber Tofu verursacht mir Leid.“ Dem gibt es wohl nichts hinzuzufügen, oder?
Mobbing, Rache, Leben auf dem Dorf – dies sind einige der behandelten Stichworte. Durch die Dialektausdrücke fand ich mich erneut gut in der Region eingebettet. Die Spannung glich für mich jedoch den Gezeiten: Ebbe, dann wieder Flut. Mich konnte dieser Band leider nicht im gleichen Masse begeistern wie der vorherige – 3 Sterne.