Arbeiten, arbeiten, arbeiten. So heisst es lange Zeit für die Berliner TV-Moderatorin Lucia. Sie könnte sonst einen wichtigen Job in der Promiwelt verpassen. Dann wird sie von einem Schwächeanfall ausgebremst und zu einer Auszeit gezwungen. Auf einem Wohnungstauschportal lernt sie Felke aus St. Peter-Ording kennen und tauscht mit ihr das Zuhause. Sie hofft auf Ruhe und Erholung. Und erhält so viel mehr, auch von Felkes Oma, die unten im Haus wohnt, und von Wilko, dem attraktiven Nachbarn mit den abenteuerlustigen Rotbunten Husumer Schweinen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover, das mich gleich in Urlaubsstimmung versetzt.
Als Rettungsschwimmerin ist Felke eigentlich täglich am Wasser. Eigentlich. Denn sie war längere Zeit arbeitsunfähig, kämpfte mit Panikattacken, nachdem ein Mädchen ertrunken ist. Sie braucht eine Auszeit von St. Peter-Ording. Als TV-Moderatorin ist Lucia gewohnt, vor der Kamera zu agieren. Aber dass ausgerechnet ihr Zusammenbruch gefilmt und ins Netz gestellt wurde, macht ihr schwer zu schaffen. Sie muss für kurze Zeit weg von ihrem gewohnten Umfeld, obwohl sie Angst hat, ihren Job zu verlieren, wenn sie nicht arbeitet.
Über ein Wohnungstauschportal finden die beiden Frauen zueinander und zu ihrem neuen Zuhause auf Zeit: Für Felke somit vier Wochen Berlin, für Lucia vier Wochen St. Peter-Ording mit der Bitte, ein Auge auf Felkes Oma und die Havaneser-Hündin Tiffi zu haben.
Mir hat gefallen, wie die Frauen Felke und Lucia sich gleich gut verstanden haben und die Wohnungen tauschten. Sie blieben die ganze Tauschzeit in Kontakt und haben sich so besser kennengelernt. Aber in echt dauerte es noch ein wenig, bis sie sich zum ersten Mal gegenüberstanden. Für mich wäre so ein Wohnungstausch gar nichts. Es heisst doch „My home is my castle” – das möchte ich keinen fremden Leuten überlassen. Aber es ist schön, dass andere so etwas machen. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, aber es gab für mich zu wenig Ecken und Kanten (bzw. diese wurden zu schnell glattgeschliffen). Ich fand es sehr schön, dass Lucia gleich so guten Anschluss in SPO gefunden hat, zudem haben mir die Oma und Tiffi sehr gefallen. Von mir gibt es 3 Sterne.