Courtney Peppernells Pillow Thoughts verspricht eine Sammlung von Gedichten über Liebe, Verlust und Selbstfindung – was man bekommt, ist jedoch eher eine lose Aneinanderreihung von inspirierenden Kurzgedanken, die man so oder so ähnlich bereits als Bildunterschriften auf Social Media gesehen hat.
Einige der Texte mögen in einem bestimmten Moment Trost spenden oder als Affirmation dienen, doch als Gedichtband bleibt Pillow Thoughts für micherschreckend oberflächlich. Weder der sprachliche Ausdruck noch die inhaltliche Tiefe lassen es zu, die Sammlung als moderne Poesie zu bezeichnen. Vielmehr liest es sich wie eine Reihe von Selbsthilfe-Notizen in Versform – nicht unangenehm, aber auch nicht nachhaltig beeindruckend.