Die Protagonistin, 38 Jahre, lebt in Berlin, arbeitet freischaffend für eine Werbeagentur und wartet noch immer darauf, dem richtigen Mann zu begegnen. Als sie erfährt, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann, beginnt sie ihre Identität als Frau zu hinterfragen. Um die leere in ihrem Leben etwas zu füllen, beginnt sie in einem Altenheim auf Ehrenamt zu arbeiten.
Ich hatte mir von diesem Buch eine leichte, aufheiternde Lektüre erwartet. Das ist es nicht unbedingt. Ich fand die Grundstimmung eher depressiv. Die Protagonistin hadert mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch und mit ihrem Single-Dasein. Auch im Altenheim, wo sie sich im Ehrenamt betätigt, herrscht eine bedrückte Stimmung. Doch sie findet dort bedeutungsvolle Beziehungen und eine neue Sicht aufs Leben.
Die Themen werden authentisch, sensibel und tiefgründig behandelt. Aber begleitet von einem wunderbaren Humor und sanfter Selbstironie. Letztere haben mir besonders gefallen. Trotz der Schwere durfte ich viel Schmunzeln.
Leseempfehlung von mir 🙂