In dem Buch werden einige Klischees bedient: Vergewaltigungen in Waisenheimen und zur Wahrung der männlichen Machtstellung, Suizid eines schwulen Jugendlichens, Umkehrung der Opfer-Täter-Rolle …
Dennoch finde ich den Einblick in die amerikanischen 60-er Jahre sehr gelungen. Eine aussergewöhnliche junge Frau mit schwieriger Familiengeschichte erkämpft sich auf einem ausgefallenen Weg ihre Anerkennung als Chemikerin. Nachdem ich mich ins Buch eingelesen hatte, konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen. Ich fühle mich als Frau angesprochen und bestätigt, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, was heute grösstenteils in der heutigen Gesellschaft anerkannt ist. Dazu benötigte es aber starke Frauen in den Nachkriegsjahren. Dies zeigen Geschichten wie diese von Elisabeth Zott sehr schön auf. Darum danke ich hier allen starken Frauen, die die Geschichte durch ihr Handeln geprägt und verändert haben!