Achtzehnter Stock von Sara Gmuer - Erstmals fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig aber eben auch einfach schrecklich passend. Sara hat hier mir der Wortwahl und der Schreibart ein totales “Berlin” Gefühl vermittelt. Ich habe während dem Lesen wehement das Gefühl gehabt die Protagonistin Wanda durchschütteln zu müssen! Karlie als Tochter teilweise zu vernachlässigen, sich der Ernsthaftigkeit gewisser Situationen nicht bewusst zu sein etc. hat es für mich schwer gemacht, Wanda zu mögen. Mich hat auch etwas “sauer” gemacht, wie Wanda mit den Menschen die lieb zu ihr sind umgeht - z.B. mit “Aylins Mutter”. Ich denke, da hat Sara als Autorin bewusst darauf geachtet, dieser Charakterin keinen Namen zu geben und Wanda immer “Aylins Mama” sagen lassen - fand ich sehr interessant.
Ich finde es toll, wenn ein Buch Emotionen herauskitzelt - auch wenn diese gegenüber den ProtagonistInnen nicht immer positiv behaftet sind. Ich fand es teilweise sehr schwer, mich beim Lesen zu konzentrieren - es gibt unglaublich viele und schnelle Zeitsprünge und Themen die in kurzer Zeit behandelt werden.
⭐️⭐️⭐️
Vielen Dank an Orellfüssli für die Bereitstellung dieses Leseexemplares und vielen Dank an Sara Gmuer für Dein tolles Buch!