Beginn der 1980er Jahre. Kalter Krieg zwischen Westen und dem Warschauer Pakt. Glasnost, Perestroika und Michail Gorbatschow liegen noch in der Zukunft. Jede Seite versucht einen Informationsvorsprung zu haben. Dazu werden Agenten auf beiden Seiten eingesetzt. Eine solche Agentin ist Nina Winter. Sie führt den übergelaufenen KGB-Agenten Rem Kukura in Moskau und übermittelt seine Informationen und Berichte zum BND nach Pullach.
Nina lernt den Sohn von Rem kennen. Sie fühlen sich zueinander hingezogen und lernt von ihm das Boxen. Es beginnt ein Spiel mit dem Feuer, wo Nina und Rem sich nicht mehr sicher sein können, ob ihr Spiel vom KGB enttarnt wurde. Als sich die Anzeichen ihrer Enttarnung verdichten, beschliessen sie in den Westen zu fliehen. Nina und der Sohn von Rem gelingt die Flucht. Rem Kukura wird vom KGB verhaftet.
Zwei Jahre später soll Rem gegen einen Agenten ausgetauscht werden. Doch dann kommt es zu einer Katastrophe auf der Glienicker Brücke in Berlin, der Grenze zwischen Ost und West. Nina wacht in einem Krankenhauszimmer auf. Ihr wird schnell klar, dass sie sich nicht in einem Krankenhaus in Hamburg befindet, wovon eine Krankenschwester sie überzeugen will.
Andreas Pflüger versetzt den Leser mit „Wie Sterben geht“ in die Zeit des Kalten Krieges zwischen Ost und West zurück. Er erzählt in einer sehr ausdrucksstarken Sprache einen action-reichen Thriller mit allen Zutaten, die ein Agenten-Thriller benötigt: Agenten, Doppelagenten, Verfolgung und Beschattung, tote Briefkästen und geheimen Botschaften.
Ich selbst war zwar noch nie in Moskau, aber die Szenen sind so plastisch gezeichnet, als ob man den Protagonisten über die Schultern schaut und sich mitten im Geschehen befindet.