Doris Büchel nimmt uns mit einer namenlosen Ich-Erzählerin, von Beruf Schriftstellerin, auf den Weg eines Selbstfindungsprozesses und zu sterbenden Menschen. Die Gespräche mit den Menschen, die am Lebensende stehen, gibt sie mit Würde und Ehrfurcht weiter, verfasst daraus Briefe für die Angehörigen und ermöglicht es den Sterbenden, etwas zu hinterlassen. Ihr selber (und auch den Lesenden) wird bewusst, wie wertvoll die Zeit auf Erden ist. Sie beginnt sich zu fragen, was sie im Leben noch möchte und was ihr wichtig ist. Dafür fährt sie nach Italien und Portugal, stellt sich ihrer Vergangenheit, ihren Träumen, sucht und findet Antworten.
Das Buch brachte mich zum Nachdenken und inspirierte mich, über das eigene Leben nachzudenken. Es braucht Mut, sich die Frage zu stellen: “Was wäre, wenn ich nur noch wenige Wochen zu Leben hätte?” Sie kann aber auch erhellend sein und einen wertvollen Blick auf das Leben werfen. Vielleicht kann sie bei Entscheidungen hilfreich sein oder bei alltäglichen Sorgen entlasten… ob ich mich aufrege oder gelassen bleibe. Ich empfand das Lesen dieses Buch wie ein Geschenk und teilte mir die Kapitel in viele kleine Geschenke ein.