Ein helles Lachen, ein kurzer Kuss im Sommerlager – war das DER entscheidende Moment im Leben? Oder wann beginnt das Leben, das Leben nach jenem, das schon gelebt ist? Thomas erinnert sich, mäandert sich in Gedanken durch sein Leben, versucht zu verstehen, warum er immer auf Distanz bleibt, warum er immer das Gefühl hat, schuld zu sein, und ob er sich durch sein Sich-nicht-einlassen von möglichen Verstrickungen und von Schuld bewahren will. Erstaunlich, wie einen kurze Momente prägen können, wie man daran hängen bleibt, alles daran misst, und doch nie zum Kern vordringt. So werden Menschen, denen er künftig begegnet, zu Passanten, die vorübergehen, ohne gross Spuren zu hinterlassen. Und doch, das alles ist Wirklichkeit, oder doch eher Wahrheit? Auf jeden Fall: Thomas ist nicht mehr der jüngste, und jetzt, bevor er mit seiner neuen (letzten?) Geliebten zusammenzieht, muss er ausmisten. Und da kommt ihm schon einiges in die Hände, schwirrt ihm manches durch den Kopf.
Ein eigensinniges Buch, versucht es doch das eigene Leben und dessen Sinn zu verstehen, indem es in den Erinnerungen gräbt, Geschichten schreibt und erfindet, sich irgendwie der Wahrheit nähert.