Wer hier eine klassische Academy Geschichte erwartet wird enttäuscht. Auch wer auf der Suche nach Liebesgeschichten und Rivalitäten ist wird hier nicht richtig fündig. Dafür gibt es Spannung, dunkle Machenschaften, Todesfälle, Wissenswertes rund um den Tod, eine eigenbrötlerische Protagonistin und zahlreiche Geheimnisse.
Die Geschichte wird aus Sicht von Quinn erzählt, ihren Gedanken und Wahrnehmungen. Dadurch wird sie als introvertierte Person ziemlich deutlich dargestellt. Quinn möchte ihre letzten Lebensjahre mit dem Studium der Medizin verbringen um zu verstehen, was in ihrem Körper passiert und warum sie stirbt. Die Academy an der sie studiert wurde ein einigen Jahrzehnten von ihrem verstorbenen Grossvater gegründet und gilt als Eliteakademie. Doch schnell stellt sich heraus, dass hier nicht alle Gold ist was glänzt und spätestens als die ersten Leichen auffallen und Quinn beginnt Fragen zu stellen merkt sie, dass sie etwa grösserem auf der Spur ist. Und da sie sich ja auch keine Sorgen um ihr Leben machen muss, da dies ja eh bald zu Ende ist, macht sie sich auf eine gefährliche Suche. Unterbrochen wir die Geschichte immer wieder durch Quinns Tagebucheinträge in denen sie verschiedene Medizinische Details festhält. So lernt der Leser auch noch etwas über den menschlichen Körper ohne dass es aus meiner Sicht aufdringlich erscheint. Es ist viel mehr eine originelle Idee die mir gefällt.
Beim Hörbuch habe ich die Stimme von Julian Mehne geliebt. Sei es bei dem Interviews oder den Fachbeiträgen. Bei Henriette Schreurs bin ich hin und her gerissen. Ihr düstere Stimme unterstreich den Charakter von Quinn und passt sehr gut. Allerdings ist sie mir manchmal zu eintönig und vor allem geht öfters die Modulation verloren wenn sie zwischen zwei Personen wechselt die miteinander reden.
Academy of LIes steck voller Überraschung und Spannung vom Anfang bis zum Schluss, und ist aufgrund der genannten Besonderheiten eine klare Empfehlung für alle Thrillerfreunde.